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Anna Daniel Siemens, geb. Eitzen ∗1840 †1920

#132776

Anna Siemens, 1909

Daniel von Eytzen (#18358) und seine Ehefrau Margaretha (#18359) wanderten im Jahre 1793 aus Wengeln (heute Węgle-Żukowo (poln.)), Kleinwerder, Kreis Marienburg (Westpreußen), nach Schönwiese (Südrussland) aus.  Beide sind zu diesem Zeitpunkt 36 Jahre alt. Die Familie hatte mehrere Kinder, einer davon war der Sohn Nataniel (*1783) (#18360).

Unruh, Benjamin H. "Die niederländisch-niederdeutschen Hintergründe der mennonitischen Ostwanderungen im 16., 18. und 19. Jahrhundert", Karlsruhe Selbstverlag 1955. Seite 243-244

Daniel von Eytzen war seit 1794 ein Diakon in der Kronsweide Gemeinde.

(Quelle: 12 The Mennonite Migrations (and the Old Colony). Henry Schapansky. Manitoba 2006)

In den Akten 6-195 des (staatlichen) Fürsorgekomitees für ausländische Völker in Südrussland indet man im Zeitraum 1789 - 1803 unter der Nummer 43 eine Anfrage dreier Kolonisten, einer davon ist Daniel von Eytzen aus Schönwiese, über nicht ausbezahltes Geld für Futter. Diese Akten lagern heute im Staatsarchiv von Odessa.

Aus der Liste vom 14. Oktober 1797, die Angaben über Landwirte und deren Familienmitglieder aus Schönwiese enthält, folgt, daß die Familie Daniel Eytzen aus 7 Personen bestand. Sie hatte zu diesem Zeitpunkt 4 Pferde, 8 Rinder, 2 Schafe. (Quelle: „Diese Steine“Adina Reger, Seite 199)

1801 wurde in Schönwiese eine Volkszählung durchgeführt.

Unter der Nummer 11 sind Daniel Eytzen (43 Jahre alt) und seine Frau Margaretha (48 Jahre alt (diese Altersangabe ist falsch, sie ist ebenfalls 43 Jahre alt!)).

Sie hatten mehrere Kinder (5?), Sohn Nataniel ist zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt.

Daniel Eytzen starb am 20. Mai 1808 im Alter von 51 Jahren.

 

Eine Volkszählung im Jahre 1816 ergab, daß die Witwe Daniel Eytzens, Margaretha, bei ihrem verheirateten Sohn Johann lebte.

Nataniel Eytzen wird in dieser Zählung nicht erwähnt. Er hat wahrscheinlich Schönwiese auf bestimmte Zeit verlassen. In der Akten 6-195 des Fürsorgekomitees ist nachgewiesen, dass 1807 (unter Nr. 356) und 1813 - 1815 (unter Nr. 919) Nataniel Daniel Eytzen einen Pass und die Erlaubnis bekam, die Kolonie für eine gewisse Zeit zu verlassen. (Quelle)

Ab einem nicht näher definierten Zeitpunkt wurde der Familienname „Eytzen“ in „Eitzen“ umgeändert.

 

Nataniel Daniel Eitzen wurde am 7. November 1807 für die Jahre 1808 - 1809 als „Beisitzer“ in Schönwiese gewählt. Am 17. Dezember 1808 ist er als Schulze für das Dorf Schönwiese gewählt worden (Amtszeit 1809 - 1810).  (Fund 6, Akte 42, Seite 682, 821)

Nataniel Daniel Eitzen war 3 mal verheiratet. Wir stammen von seiner zweiter Ehefrau Margaretha (#10654) ab. Ihnen wurden 2 Kinder, Daniel Nataniel (*1814) und Heinrich, geboren.

 

Daniel Nataniel Eitzen (#100655) heiratete Helena Fast (#132774).

 

Aus der Personenliste von Schönwiese aus dem Jahr 1852 können wir entnehmen, daß u. a.

Daniel Eitzen (38 Jahre alt) und seine Frau Helena (35 Jahre alt) außerhalb der Chortiza Kolonie wohnten.

Sie wohnten in Nogai, Dorf Fortamalin, Berdjansk Bezirk

Beruf: Müller

Vorübergehender Aufenthalt

Kinder: 

- Johann, 14 Jahre alt (aus: Johann Eitzens Familie, privates Archiv von  Dave Löwen)

- Daniel, 9 Jahre alt 

- David, 7 Jahre alt

- Anna, 12 Jahre alt

- Helena, 3 Jahre alt

 

In der Liste von 1863 ist Daniel Nataniel Eitzen als Grundbesitzer in Schönwiese vermerkt.

Seine älteste Tochter Anna Daniel Eitzen (#132776), meine Ur-Ur-Großmutter, wurde am 27. August 1840 in Berdjansk geboren. Sie heiratete Julius Julius Siemens. Ich habe leider nur zwei Familienfotos, auf denen Anna abgebildet ist.

Anna starb am 23. Januar 1920, sie wurde 80 Jahre alt. Sie musste noch miterleben, wie die heile Welt der mennonitischen Dörfer durch die bolschewistische Revolution und die anarchistischen Banden zerstört wurde. 

1909, die Goldene Hochzeit von Julius und Anna Siemens

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