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Eltern: Johann Cornies, Justina Willms

 Katharina Epp 

Kinder: Johann, Alexander, Katharina, Olga, Justina 

Johann Johann Cornies III. ∗1843 †1912

#643020

Johann Cornies III., G. Lohrenz, "Damit es nicht vergessen werde", Seite 101
Johann Cornies III., Dr. W. Quiring und H. Bartel, "Als ihre Zeit erfüllt war", Seite 71

Das Auszug aus der Melitopoler Zeitung «Der Botschafter» Nr 50, 1912:

 

"Johann Cornies

 

ein Enkel des in den Mennonitenkolonien allgemein bekannten „alten Cornies“, wurde am 31. Dezember 1843 auf dem Gute Taschtschenak im Melitopolschen Kreise geboren. Schon im Frühen Kindesalter von 2,5 Jahren (1846) verlor er seine Mutter Justine Cornies, geborene Willms, durch den Tod , bei der Geburt seiner Schwester Justine. Als im Jahre 1847 sein Vater auf längere Zeit ist Ausland reiste, kam der junge Cornies zu seinem Großvater Johann Cornies und zu Onkel und Tante Philipp Wiebe nach Ohrloff, und als sein Vater sich im Jahre 1848 in Elbing in Westpreußen zum zweitenmal mit Frl. Therese Thießen verheiratete, fuhr der junge Cornies mit Onkel und Tante Ph. Wiebe per Wagen mit Postpferden zur Hochzeit seines Vaters. In dieser Zeit starb dann zu Hause in Ohrloff sein Großvater Johann Cornies, zu dessen Begräbnis von seinen Kindern und Großkindern nur seine einzige Enkelin, Justine Cornies, kommen konnte. Nach der Rückkehr aus dem Auslande blieb der junge Cornies bei seinen Eltern auf dem Gute Taschtschenak und hat durch seine hochgebildete und herzensgute Stiefmutter eine vortreffliche christliche Erziehung erhalten. Den ersten Schulunterricht bekam Cornies zu Hause durch einen Hauslehrer und kam im Jahre 1855 zu seiner weiteren Ausbildung nach Halbstadt in die Zentralschule, woselbst er zuerst 2 Jahre in der Vorbereitungsklasse war und im Jahre 1861 den vollen Kursus der Zentralschule beendigte. Lehrer der Halbstädter Zentralschule war damals Gustav Rempel.

Einige von seinen Schulkameraden: Kornelius Unruh, leitender Lehrer der Ohrloffer Zentralschule und Prediger, David Friesen und Heinrich Willms senior in Halbstadt, Abram Janzen, Prediger der Berdjansker Mennonitengemeinde, Johann Fast, längere Zeit Gebietsschreiber in Halbstadt, Kornelius Fast, Schriftführer des landwirtschaftlichen Vereins und später Gutsbesitzer, - die ihm, Cornies, alle im Tode vorangegangen sind.

 

Nach Beendigung des Schulunterrichts hat Cornies auf dem Gute seines Vaters unter dessen Anleitung die Landwirtschaft  praktisch erlernt, und machte im Jahre 1864 in Begleitung seines Schwagers Joh. Klatt eine Rundreise durch das europäische Rußland, um Land und Leute und die verschiedenen größeren und kleineren Wirtschaften kennen zu lernen.

Die Marschroute für diese Reise war: Von Melitopol per Wagen nach Berdjansk, dann per Schiff nach Mariupol, Taganrog und Rostow, von dort mit einem kleinen Dampfer den Don hinauf bis zur Staniza Kallatsch, unterwegs noch einige Kosakenstanizen besichtigend. Von Kalatsch machten die beiden jungen Reisenden ihre erste Eisenbahnfahrt mit der damals bereits eröffneten Bahn bis Zarizyn an der Wolga und von dort per Dampfer die Wolga herunter nach der schönen Herrnhuterkolonie Sarepta, daselbst die in der Umgegend nomadisierenden Kalmücken besuchend. Von Sarepta ging dann die Reise per Dampfer die Wolga hinauf bis Saratow, von wo aus mehrere lutherische und sämtliche Mennonitenkolonien der Köppentaler Wolost besucht wurden. Dann ging die Reise weiter die Wolga hinauf nach Samara zu den 110 Werst von der Stadt entfernt wohnenden neuangesiedelten Mennoniten der Alexandertaler  Wolost. Von Samara wurde die Reise per Dampfer fortgesetzt über Kasan nach Nishnyi Nowgorod zu der dort stattfindenden weltberühmten Messe, und weiter per Bahn über Moskau nach Petersburg. Hier wurde zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt und Umgegend ein Aufenthalt von 14 Tagen genommen. Von Petersburg wurde dann im Herbst die Rückreise angetreten, zuerst per Bahn nach Moskau und von dort, weil damals die Moskau-Kursker Bahn noch nicht gebaut war, mit Postpferden über Serpuchow, Tula, Orel, Kursk, Belgorod, Charkow, Jekaterinoslaw nach Melitopol, mit kurzem Aufenthalt in den Städten zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten. Nach der Rückkehr von dieser Rundreise durch Rußland widmete sich Cornies unter Anleitung seines als praktischen Landwirt bekannten Vaters ganz der Bewirtschaftung des väterlichen Gutes Taschtschenak.

Im Jahre 1866 schickte ihn sein Vater noch zur weiteren Ausbildung nach Deutschland. Dort besuchte Cornies zuerst die Mennoniten in Danzig, Elbing, Marienburg, und im Werder in Westpreußen, reiste dann weiter nach Berlin, Hamburg, Dresden, Sächsische Schweiz, Rheinprovinz, Schweiz, Tirol, nach Wien und von dort zum Winter wieder zurück nach dem Werder in Westpreußen, wohin ihn ein Magnet – seine zukünftige Lebensgefährtin, Frl. Katharina Epp in Fürstenwerder, die er bei seinem ersten Besuch im Frühjahre im Werder schon kennen und lieben gelernt hatte – zog. Nach vorheriger brieflicher Einwilligung seiner Eltern, verheiratete sich Cornies im Jahre 1867 mit Frl. Katharina Epp in Fürstenwerder und kehrte dann im August mit seiner jungen Frau in seine Heimat zurück. Hier hat Cornies dann bis zu dem am 18. Mai 1902 erfolgten Tode seiner Frau in 35-jähriger glücklicher Ehe gelebt. Die Ehe war mit 5 Kindern gesegnet, von denen 1 Sohn und 1 Töchterchen schon im Kindesalter gestorben und 1 Sohn und 2 Töchter noch am Leben sind.

Nach dem im Jahre 1882 erfolgten Tode seines Vaters erhielt Cornies auf seinen Teil von dem väterlichen Gut Taschtschenak 2000 Dess. Land und die Hauptökonomie mit sämtlichen Wohn- und Wirtschafts- gebäuden und 30 Dess. Garten- und Waldanpflanzungen, und war er bis zum Jahre 1893 ausschließlich mit der Bewirtschaftung und Verwaltung seines Gutes beschäftigt. Im Jahre 1884 wurde Cornies zuerst als „гласный“ der Melitopoler Semstwo gewählt und blieb in dieser Stellung 24 Jahre. Sein Vater wurde gleich bei Einführung der Semstwo in Rußland, im Jahre 1866, als Mitglied und Stellvertr. Präsident der Melitopoler Kreislandschafts- Uprawa gewählt und blieb in dieser Stellung 12 Jahre und dann noch 3 Jahre als Ehrenmitglied der Uprawa. Im Jahre 1893 wurde Joh. Cornies junior zum ersten Mal als Mitglied der Melitopoler  Kreislandschafts- Uprawa gewählt, und ist er bis zu seiner Erkrankung im Jahre 1911, fast 20 Jahre, in dieser Stellung für das Allgemeinwohl tätig gewesen. Ihm wurden auch mehrmals die Funktionen als Stellvertretender Präsident der  Uprawa übertragen. Durch unermüdliche und gewissenhafte Pflichterfüllung hat sich Cornies als echter und wahrer „Земець“ allgemeine Hochachtung bei seinen Vorgesetzten, Kollegen und Untergebenen erworben, was auch bei seinem Begräbnisse in der großen Teilnahme  und in der Beteiligung der Melitopoler Kreisuprawa in corpore (?) mit dem ganzen Kanzleipersonal bewiesen worden ist.

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dieses Türscharnier brachte ich 2013 aus Melitopol. Er verband eine Tür mit dem Türrahmen in dem Gebäude, wo früher Uprawa war. Das Türscharnier aus der alten Epoche, aus Cornies- Zeit. Jetzt wird das Gebäude renoviert.

Außer der öffentlichen Stellung in der Semstwo, ist Cornies auch noch 12 Jahre lang, von 1900 bis 1912, Vorsteher der Ohrloffer Zentralschule und des Ohrloffer Schulvereins gewesen und hat sich durch seine pflichtgetreue Fürsorge für die Schule und den Schulverein die Hochachtung und den Dank der Lehrer und des Schulvereins erworben. Cornies war kein Mann mit hervorragenden glänzenden Geistesgaben, er war aber ein Ehrenmann und aufrichtiger wahrer Christ, der durch gewissenhafte Pflichterfüllung im Leben mit dem Pfunde, das ihm der Herr gegeben, treu gewuchert hat. Er war kein Freund von Schmeicheleien und konnte ernstlich böse werden, wenn man ihm für seine öffentliche Tätigkeit und sein Wirken Weihrauch streuen oder Komplimente sagen wollte. Er sagte dann: „Wozu das? Ich habe nur getan, wozu ich als Mensch und Mitglied der Gesellschaft verpflichtet und was ich zu tun schuldig war.“

Im Frühjahr 1911 erkrankte Cornies infolge einer Erkältung an Lungen- Asthma, wozu sich später noch eine Herzkrankheit gesellte, infolge deren er sehr schwach wurde und durch Anfälle von Atemnot viel leiden mußte. Die krampfhaften Asthmaanfälle wiederholten sich später immer häufiger und waren manchmal sehr schmerzhaft und beängstigend. In den letzten Wochen konnte der kranke Schwager nicht mehr liegen und nur in sitzender Stellung schlafen, trotzdem blieb er ruhig und geduldig bei seinem monatelangen Leiden und sagte einmal zu mir: „Ich bin dem Herrn sehr dankbar dafür, daß er mir so lange Zeit zur Vorbereitung auf den Heimgang in die selige Ewigkeit schenkt!“ Endlich, am ersten Pfingsttage, dem 13. Mai morgens, wurde der liebe Freund und Schwager Cornies durch einen ruhigen und sanften Tod von seinen Leiden erlöst."

Die „Melitopoler Wedomosti“ brachten aus Anlaß des Ablebens Joh. Cornies nachstehenden Nekrolog:

„Die Familie Cornies stammte aus Holland. Anfangs wanderte sie von dort nach Deutschland aus und kam darauf nach Rußland herüber. Hier erwarb sie Land und akklimatisierte sich im Laufe der Zeit vollständig.

Iwan Iwanowitsch Cornies wurde 1843 geboren und in streng mennonitischem Geiste erzogen, ohne die Familie zu verlassen. Er absolvierte die Halbstädter Zentralschule und lebte dann auf dem heimatlichen Gute im Melitopoler Kreise. Trotzdem dieses Landgut mehr als 2000 Dess. in sich faßt, wurde es doch musterhaft bewirtschaftet und dafür nicht nur einmal prämiiert.

Iwan Iwanowitsch besaß ein seltenes Gemüt, war im Umgange mit jedermann herzlich, und es dürfte sich kaum ein Mensch finden, der dem Verstorbenen etwas Schlechtes nachsagen könnte. Niemals hat man, selbst von seinen Dienenden auf dem Gute , Klagen über ihn gehört.

Als in ganz Rußland unlängst die Agrarunruhen anhoben, blieb I.I. vollständig ruhig, und wenn man ihn fragte: „Nun, wie steht´s mit den Unruhen?“ - so antwortete er gewöhnlich: „Ich fürchte dieselben nicht, denn ich habe keinem Menschen etwas Böses zugefügt.“

Das ganze Leben des Verstorbenen war mit der Semstwo verbunden. Mit der Semstwo begann er seine öffentliche Tätigkeit, und mit der Semstwo schloß er dieselbe auch ab.

Jedenfalls hat sich Iw. Iw. auf der Viehausstellung im vorigen Jahre stark erkältet, worauf er ein ganzes Jahr lang krankte. Jedoch auch in dieser Zeit besuchte er nach Möglichkeit die Uprawa und arbeitete, obgleich er für seine Mühe keine Gage bezog; derselben entsagte er sich schon ums Jahr 1903.

Iwan Iwanowitsch war ein idealer Landschaftsvertreter, der die Unabhängigkeit der Landschaftseinrichtungen aufs wärmste verteidigte. Obgleich er selbst zu den Großgrundbesitzern zählte, strebte er doch stets darnach, dem Volke möglich viel Macht in der Landschaftsverwaltung einzuräumen.

Mit …. Iwan Iwanowitsch die Bühne der öffentlichen Tätigkeit. 1884 wurde er zum Abgeordneten der Melitopoler Semstwo gewählt, und als solcher blieb er auch fast ununterbrochen bis an das Ende seines Lebens tätig.

Von der Extra- Landwirtschaftsversammlung 1893 und von der ordnungsmäßigen 1894 wurde er zum Mitgliede der Landschafts- Uprawa gewählt. Die 28. Allgemeine Versammlung berief ihn zum Mitgliede der Kreis-Landschafts-Tarationskommission.(?) (оценочная комиссия)

Am 5. Oktober 1896 wurde er von der Landschaft zum Mitgliede des Kreiskomitees der Volksnüchternheit bestimmt und gleichzeitig auch in die Volkszählungskommission.

Für letztere Mühe wurde ihm am 30. Januar 1897 die bronzene Medaille Allerhöchst verliehen.

Am 9. Oktober 1897 wurde er wiederum in die Kreis- Uprawa, sowie in das Komitee der Volksnüchternheit gewählt.

Am 11. Juni 1899 wurde er auf Antrag des Taurischen Gouverneurs zum stellvertretenden Vorsitzenden der Kreis- Landschafts- Uprawa bestimmt.

Am 29. September 1900 wählte man ihn wieder zum Mitgliede der Uprawa, sowie zum stellvertretenden Vorsitzenden. Gleichzeitig kam er in die Kommission hinein, welche die Listen der Geschworenen fürs Kreisgericht aufzustellen hat.

Am 28. September 1903 wurden ihm alle diese Ämter aufs neue übertragen. Dasselbe wiederholte sich am 28. September 1909 wieder, nur daß man ihn jetzt auch noch in den Fürsorgerat des weiblichen Gymnasiums hineinwählte.

Jetzt ist er gestorben. 

Schlafe in Frieden, du, der du dem jungen Geschlechte manches gute Wort zugerufen hast! Schlafe ruhig, du, nach außen hin unbemerkt gebliebener Arbeiter für das Volk. Lange bist du den dornenvollen Pfad gegangen, jetzt aber schließlich in den stillen Hafen des Friedensreiches eingelaufen!

Die Nachgebliebenen werden deiner mit einem guten, freundlichen Worte stets gedenken!"

Nachschrift der Red. Wir verdanken obige biographische Notizen einem sehr nahen Freunde des Verstorbenen.

Doch durfte auch ich ihm in den letzten Jahren seines Lebens persönlich etwas näher treten, und was sich mir da stets besonders bemerkbar machte, war der biedere, schlichte Sinn, der gerade christliche Geist, das freundliche, gewinnende Wesen, - kurz: Cornies war „ein Mensch“ in des Wortes schönster Bedeutung.

Hätten wir doch viel solcher Menschen, solcher Männer, solcher Christen!

 

Мелитопольские ведомости 1912 № 57, 17 мая.

13 мая в 6 часов утра после тяжелой болезни скончался старейший член управы Иван Иванович Корнис. Погребение 18 мая в 2 часа в его имении «Тащенак».

Иван Иванович Корнис. Некролог.

Семья Корнис вышла из Голландии. Сначала они переселились в Германию, а из Германии – в Россию. Здесь приобрели землю и с течением времени вполне акклиматизировались. И.И.Корнис родился в 1844 году, воспитание получил в строго менонитском духе, не уходя из семьи. Обучался в центральном Гальбштадтском училище, где и окончил полный курс наук.

После этого он жил в своем родовом имении, в Мелитопольском уезде. Не смотря на то, что имение большое, состоящее из двух тысяч слишком десятин земли, - хозяйство велось покойным образцово и не раз удостаивалось даже премий…

В прошлом году Иван Иванович на выставке животноводства по всей вероятности сильно простудился, после чего весь год болел; и во время болезни, насколько позволяли силы, посещал управу и работал, хотя за труды получать он ничего не хотел, отказавшись от жалования еще, кажется, в 1903 году.

Иван Иванович Корнис был идеальным земцем, горячо отстаивающим независимость земских учреждений и стремился наиболее широко представить в земстве народовластие, не смотря на то, что сам до конца своей жизни был крупным землевладельцем.

Иван Иванович с 40 лет выступает на сцену общественной деятельности. В 1884 г. его избирают гласным мелитопольского земства…

Чрезвычайным уездным земским собранием в 1893 г. и очередным – в 1894 г. он избирался членом мелитопольской уездной земской управы.

На 28 общем собрании избран членом мелитопольской уездной земской оценочной комиссии.

5 октября 1896 г. избран членом от земства в уездный комитет о народной трезвости. Тогда же избран членом от земства в уездную переписную комиссию.

За труды по переписи населения получил бронзовую медаль, согласно Высочайшему повелению от 30 января 1897 г.

9 октября 1897 г. вновь избран членом уездной земской управы и членом от земства в комитет о народной трезвости.

11 июня 1899 г. предложением Таврического Губернатора назначен заступающим место председателя уездной земской управы.

29 сентября 1900 г. избран членом управы и заступающим место председателя управы. На том же заседании избран членом комиссии по составлению списка присяжных заседателей.

28 сентября 1903 г. избран членом управы и заступающим место председателя, а также членом комиссии по составлению списка присяжных заседателей.

Наконец 28 сентября 1909 г. избран в члены управы и заступающим место председателя, членом попечительства о народной трезвости и членом попечительного совета о женской гимназии…

«Der Botschafter», 18(31) Mai, 1912

 

 

Familiennachrichten

 

Am ersten Pfingstfeiertage, mor-

gens, ist der allgemein bekannte

Gutsbesitzer Johann Cornies auf seinem

Gute Taschtschenak bei Melitopol

nach einem längeren schweren Leiden

in einem Alter von 68 J. 4,5 M.

Im festen Glauben an seinen Hei-

land sanft entschlafen.

Der Verewigte war ein aufrichti-

ger wahrer Christ und ein Ehren-

mann im vollsten Sinne des Wortes.

Der verstorbene Cornies (ein En-

kel des in den Kolonien allgemein

bekannten „Cornies“) war 12 Jahre

lang Vorsteher der Ohrloffer Zen-

tralschule und ungefähr 20 Jahre

lang Mitglied der Melitopoler Kreis-

Landschaftsuprawa, dabei mehreremale

stellv. Präsident der Uprawa und hat

sich in diesen öffentlichen Stellungen

durch seine strenge Gewissenhaftigkeit

und sein peinliches Pflichtgefühl all-

gemeine Hochachtung erworben. Sein

Andenken wird im Segen bleiben.

Johann Cornies III. ist am 13. Mai 1912 um 6 Uhr morgens gestorben und wurde am 18. Mai um 14 Uhr auf seinem Gut Tatschenak beigesetzt.

 Zur Geburt seiner ersten Enkelin, meiner Oma Frieda, schrieb mein Ururgroßvater am 28. November 1896, während seines Aufenthaltes in Poltawa, ein Gedicht. Mein Großvater Heinrich Dück hat den Text dieses Gedichtes 1958  in sein Notizblock abgeschrieben. 

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