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Eltern: Johann Cornies, Katharina Epp 

  Wilhelm Janzen

Kinder: Maria, Martha

Justina Johann Janzen, geb.Cornies ∗1881 †1966

#659029

Justina Janzen, Originalbild im Privatarchiv von Maria Bartel
Justina Janzen, Originalbild im Privatarchiv von Maria Bartel

Justina Cornies,die Tochter vom Johann Johann Cornies III., geboren am 9. Oktober 1881, gestorben am 1.Dezember 1966 in Kirgisien. Justina (Justel) Cornies ist die Tante meiner Großmutter Frieda Cornies 

 

Sie heiratete Wilhelm Janzen aus Gnadenfeld. Das Paar hatte zwei Töchter:

 

- Maria (Mika) (geb. 1923) #689471

 

- Martha (1926- 1969) #689472

 

Justina Cornies- Janzen ist sehr früh Witwe geworden.

vorne in der Mitte, großes Mädchen ist Maria Janzen. Kindergarten Gnadenfeld, 1927
aus Archiv Saporoje
aus Archiv Saporoje,
1913, Justina Cornies erbte 900 Desjatin Land.

aus dem Tagebuch vom meinen Großvater Heinrich Dick (Friedas Cornies Ehemann):

 

"21-VII-36 Seit dem 13-VII-36 ist Tante Justel mit ihren 2 Mädels Mika u. Martha bei uns. Sie sind gegenwärtig sehr behilflich in Kirschen pflücken und trocknen."

 

"10-I-38. Wir sind schon 10 Tage im neuen 1938 Jahr vorgerückt. Den Silvesterabend feierten wir im Kreise unsrer Familie. Unsre Kinder bekamen Geschenke. Hansi ein Reisszeug, Heini eine Laubesäge mit sonstigen Gerätschaft und Erika eine Puppe. Die Geschenke entsprachen ja den Wünschen der Kinder, so dass die Freude groß war. Am Neujahrabend hatten wir ein kleines Kinderfest organisiert in unsern Contor, an dem annähernd 20 Kinder teilnahmen. Gesang, Tanz u. Deklamation um den Tannenbaum war Hauptbeschäftigung der Kleinen in dieser Abendstunde.

Bis zum 13. januar haben unsre Jungen ihre Ferien. Heute ist ein schöner Wintertag--still, heiter und viel Schnee.

Gestern ging Frieda mit Erika zu Tante Justel nach B-dorf, dass 3-4 Klm. von uns entfernt liegt. Etwas 2 Stunden hatte sie gebraucht um in diesem Schnee diese verhältnismässig kurze Strecke zurückzulegen. Um halb 5 Uhr abends ging ich ihnen entgegen. Nachdem ich fast eine Stunde in diesen Schnee geratet war, dämmerte es schon sehr u. es fing stark an zu schneien. Vom Weg war keine Spur mehr zu sehen. Weil es inzwischen ganz finster geworden war u. das Dorf nicht mehr zu sehen war, orientierte ich mich hauptsächlich nach der Windrichtung. Ich erreichte ja dann auch bald das Dorf u. fand Frieda mit Erika am warmen Ofen bei Tante Justel. Sie hatten ja einen Versuch gemacht nach Hause zu gehen, aber des tiefen Schnee halber wagten sie nicht über die Steppe loszulegen. Es wäre ja auch ganz unmöglich gewesen mit dem Kinde weiter zu kommen. Der Schnee legte immer zu, so dass auch ich kaum wagte zurückzugehen u. wir uns schon zum Nachtbleiben entschlossen. Unsre grösste Sorge war ja um was unsre Jungen nur denken u. tun würden. Unsre Sorge war ja auch nicht unbegründet. Die Jungen fingen schliesslich an zu weinen, als das Warten auf uns kein Ende hatte. Unser Schef gestattete denn auch vor den Schlitten zu spannen und uns entgegen zu fahren. Um Uhr 10 abend schneite Heini bei Tante Justel herein um uns abzuholen. Die Jungen und wir waren herzlich froh als wir wieder zu Hause in unserm Quartier zusammen waren."

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Sterbeurkunde von Justina Janzen
das Grab von Justina Janzen,
ihre Töchter, von links Maria und Martha
vorne ihre Enkelin Lena

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