Sie sind hier:  Dick > Gerhard Franz Dück

Gerhard Franz Dück ∗1859 †1913

#133538

Gerhard Dück
Gerhard Dück, 1910
1902, Gerhard und Anna Dück

ist am 10. April 1859 in Blumenort geboren als ältesten Sohn von Franz und Anna Dück. 

Gerhard wuchs in einer heilen mennonitischen Welt auf und genoss ein stilles Dorfleben. Er half seinem Vater im Geschäft und wurde sehr früh mit dem Eisenhandel vertraut.

 

Mit zwanzig Jahren verliebte er in ein gleichaltiges Mädchen Anna Enns. Sie wohnte mit ihrer Mutter (Witwe Enns) und ihren Schwestern in einem bescheidenen Häuschen ganz in der Nähe des Dückschen Anwesens. Anna und Gerhard konnten sehr viel Zeit zusammen verbringen. Noch vor der Hochzeit wurde das Paar örtlich getrennt. Witwe Enns zog mit ihrer großen Familie nach Ohrloff, ein Dorf, welches 3 Werst westlich von Blumenort lag. Gerhard  ritt mehrmals in der Woche auf seinem schwarzen Reitpferd zu seiner Braut. Aus der Erinnerungen von Jacob Dyck: „In Ohrloff angekommen, blieb das Pferd (sehr geübt) vor der Vordertür ohne angebunden stehen, und der junge Liebhaber eilte ins Haus dann zu seiner Anna (meine Mutter); doch es war nicht so einfach dieselbe zu erreichen, denn eine ganze Schar junger Mädchen verhinderte den freien Zutritt zu ihrer Schwester  und es gab manchmal einen wirklichen Kampf ab, um die Front durchzubrechen, doch Vater blieb der Sieger.“

Im Mai 1881 starb Gerhards Vater Franz Dück. Alle Kinder erhielten vorläufig 8 Tausend Rubel und das Geschäft mit der Landwirtschaft blieb erst in den Händen von Witwe Franz Dück. Sie beauftragte ihren Sohn Gerhard als Verwalter und zahlte ihm einen guten Lohn.

Acht Monate später am 28 Januar 1882 wurde die Hochzeit von Gerhard und Anna gefeiert.

Die junge Familie wohnte mit Gerhards Mutter zusammen in dem Elternhaus. Später kaufte Gerhard die Wirtschaft der Nachbarn (Schmiedemeister Epp), welcher damals nach Amerika auswanderte, und baute ein großes Wohnhaus  längst der Straße.

Gerhard verwaltete sowohl Mutters als auch seine Landwirtschaft, so ca insgesamt 100 Desjatin (десятин), zusätzlich verwaltete er den Eisenhandel, in welchen er damals einen Diener (приказчик), einen ledigen Mann namens "Aron Gossen", angestellt hatte. Im Stall hatte er zwei deutsche Knechte, drinnen bei seiner Mutter 2 Köchinnen (deutsche Mädchen) und ein Stubenmädchen, oder genauer gesagt, eine Gesellschafterin, ihre Enkelin Anna Neufeld. Gerhards Frau Anna hatte nur eine Köchin und eine junge Gehilfin (Kindermädchen). 

Anna und Gerhard führten ein schönes, ruhiges und glückliches Leben. Es gab keinen Krieg und keine Not. Die Molotschna war auf dem höchsten Gipfel ihrer Entwicklung angelangt. Damals ahnte noch niemand etwas davon, was sich anbahnte. Es schien alles so ruhig und so sicher zu sein. Man blickte mit Zuversicht und Hoffnung einer noch schöneren Zukunft entgegen. 

In der Familie wurden acht Kinder geboren:

- Gerhard am 17.12.1882

- Jacob am 22.07.1884

- Anna am 2.01.1888

- Franz am 23.02.1890

- Heinrich am 16.03.1892

- Maria am 18.02.1894

- Helena am 22.04.1896

1898, Familie Gerhard Dück

Aus der Erinnerungen von Jacob Dyck:

„vor den sogenannten "Schlafengehen" versammelte sich die Familie, welche langsam großer wurde in der Mittelstube , wir Kinder, es war noch eine Schwester (Anna) hinzugekommen, saßen auf der Ruhbank, hinter uns eine Plüschdecke an der Wand, Vater und Mutter am Tisch, welcher mitten in der Stube stand; Mutter mit dem Strickzeug in der Hand und Vater las vor aus einem Andachtsbuch und dann wurde aus dem Gesangbuch noch ein Choral gesungen.“ 

 

Besuche bei der Familie Dück gab's nur sehr selten,  außer wenn Verwandte mit ihren Kindern zu Besuch kamen. Dieses waren nur zwei Familien Neufelds (Gerhards Schwestern ). Es spielten dann die Cousinen auf einem großen Spielplatz im Hof und im Garten, welches aus verschiedensten Obstbäumen, vielen Hecken, die sich längst den Gartenstegen oder entlang der Straße zogen und wo ein großen Park mit Waldbäumen bestand. Die Familie ging nicht  oft aus, weil sie außerhalb des Dorfes wohnten. Es war zu umständlich die Pferde anzuspannen und so führten sie ein einsames und stilles Leben. 

In der näheren Umgebung des Hauses wohnten viel Handwerker, wie: Färber, Holzarbeiter und Schuster. So kamen die Kinder oft mit dessen Kindern zusammen und so blieben sie von der eigentlichen   „Dorfsintelligenz“  ganz  abgeschlossen und führten eigenes Leben. 

Gerhards jungere unverheiratete Geschwister Heinrich und Lena verbrachten oft Zeit mit den Kindern, besonders das Schaukeln unter den großen 100-jährigem Eichen war beliebt.  Zu Ostern wurde jährlich eine große Schaukel an den stärksten und größten Baum angebracht und dann sammelte sich immer eine große Gesellschaft beiderseitigen Geschlechts. Auch Kegeln und Musizieren war beliebt. Die Erwachsenen organisierten sogar eine Hornmusikkapelle. 

Sonntags morgen fuhr man zur Kirche, welche in Ohrloff lag, mit Ältesten Abram Görz an der Spitze. Bei schlechtem Wetter, las Gerhard eine Predigt vor. Hierzu versammelten sich alle in der großen Stube bei der Großmutter Witwe Franz Dück.

Gerhard fuhr einmal im Jahr, gewöhnlich im Juli, mehrere Wochen (5- 6 Wochen) nach Rostov um Eisen einzukaufen. Auf dieser Reise nahm er meistens zwei seiner älteren Söhne mit. Gekauftes Eisen und andere Waren wurden dann auf eine Schiff geladen und nach Berdjansk geschickt. Wenn das Geschäftliche erledigt war, kaufte Gerhard noch für die Familie ein, incl. für die Russen - Knechte und die Köchinnen. Für sich selbst und für andere Gutsbesitzer wurden oft auch noch Kaukasische Sattel und lederne Gürtel mit Silberbeschlag eingekauft. Nicht weit von Rostov lag das kleine armenische Städtchen Nachitschewan. Hier konnte man so etwas einkaufen. Nach so einer Rostov-Reise war es zu Hause wie zu Weihnachten,  jeder bekam ein Geschenk. Es wurde dann im Eisenspeicher Platz und Ordnung geschaffen, um das eingekaufte Eisen unterzubringen. Etliche Wochen später brachten Ochsenfuhrleute dieses von Berdjansk.

Fast jeden Sommer fuhren Gerhard und Anna mit den Kindern in die Kreisstadt Berdjansk , welche am Meer Asov lag und 100 Werst von Blumenort entfernt war. Gerhard erledigte seine Geschäfte beim alten Onkel Isaac Dück, welcher einen sehr großen Geschäftshof besaß. Er ließ die Ware, welche Gerhard in Rostov gekauft hat,  manchmal eine ganze Schiffsladung voll Eisen, vom Hafen zu sich herüberfahren. Später dann auf Ochsenfuhren verladen nach Blumenort transportieren ließ. 

Für die Kinder und Anna, die vom Lande kamen, war der Besuch in der Stadt Berdjansk eine sehr große Abwechslung. Sie besuchten einen Zirkus, Kronsgarten, gingen tagsüber am Meeresstrande spazieren und schauten wie ausländische Dampfschiffe ein- und ausliefen, um Ware und Getreide einzuladen.

In den Schulferien, die von Mai bis Oktober waren, halfen die Kinder in der Landwirtschaft nach Kräften mit. Jedes Jahr im Mai fand ein Jahrmarkt in Tokmak statt. Das war wohl eine der größten Abwechslungen jener Zeit.  Auf die Besucher warteten kulinarische Köstlichkeiten und es gab allerhand zu bestaunen. Zu Mittag wurde dann Schaschliki (Spiesbraten) gegessen, die Kinder durften sich auch etwas  kaufen. Meist war es  ein Taschenmesser (Knipsmesser) oder später auch eine Uhrkette, die man vorne über den Bauch trug, damit sie auch gut  zu sehen war. Der Lärm auf dem Markt war groß und gewöhnlich war auch noch ein Viehmarkt dabei.  Im Sommer und Herbst fuhren Gerhard und seine beiden älteren Söhne zu anderen Märkten: Prischib (ein Schwabendorf) und Melitopol (eine Kreisstadt am Flüsse Molotschna gelegen). Die Ursache, dass Gerhard die Märkte besuchte, war die, dass er von seinen Kunden (den Schmieds, die Eisen aufs Kredit gekauft hatten) Geld einkassierte. Manchmal hatte er auch selbst einen Wagen zu verkaufen, denn er lies viel Verdeckwagen machen, welche aber meistens von Hause aus verkauft wurden: Obosener (Обозы), Droschkiss, Fajtons (halbverdeck) auch Kastenwagen. 

Nach oben

In der Landwirtschaft und im Garten mussten die Kinder sehr mit anpacken: Hecken beschneiden,  bei der Pferdepflege helfen, im  Garten jäten. 

Ende des 19. Jahrhunderts hatte Gerhard viel in die landwirtschaftliche Maschinen und Geräte investiert. Ca. 1895 kaufte er eine Dreschmaschine, die zunächst noch mit Muskelkraft (von Pferden) betrieben wurde. Einige Jahre später wurde schon eine größere  motorbetriebene Maschine gekauft, aus welcher schon das reine Getreide, Spreu und Stroh herauskamen. Die Familie Dück  war eine von der ersten, die  so eine Dreschmaschine besaß. Das Getreide wurde von der Steppe mit großen langen Leiterwagen geholt.  Wenn dann 3-4 Leiterwagen leer gedroschen waren, fuhren alle in die Steppe, um mehr Getreide zu holen. Mehrere Felder lagen bis zu 7-8 Werst vom Dorf entfernt. Die Maschine wurde vor Sonnenaufgang eingeschaltet, und erst bei Sonnenuntergang wieder ausgeschaltet. Die Erntezeit mit Mähen und Dreschen dauerte gewöhnlich  von Mitte Juli bis Mitte August an. Während der Mähzeit waren alle den ganzen Tag in der Steppe. Auch die Mahlzeiten wurden dort eingenommen. 

Das Grass in der Heuernte wurde damals noch mit der Sense gemäht. Später wurden dann auch Grassmaschinen eingesetzt. Der größte Teil vom Land wurde für den Getreideanbau benutzt. Wie in Molotschna üblich wurde auch die Schwarzbrache (gepflügtes Land, welches ein ganzes Jahr nicht besät wurde) eingesetzt, um eine gute Weizenernte zu bekommen. 

Gerhard Franz Dück startete 1912 die Produktion den Getreideschwingen (веялки) mit Kerosin Motor

 

Mais, Gerste und Hafer wurden als Futter für die Pferde, Kühe und zum Schweine mästen eingesetzt. Im Unterschied zu heute sollten sie möglichst fett und schwer sein. In den Molotschna- Dörfern gab es keine Fleischgeschäfte. 

Gewöhnlich im Monat November wurden die Schweine geschlachtet. Hierfür stand man früh auf und man brachte Wasser in einem großen Mauerkessel zum Kochen. Dieses benötigte man für das Schweinebrühen, welches das Abschaben der Borsten ermöglichte. Die Nachbarn und Freunde kamen schon zum Frühstück. Man bemühte sich an diesem Tage besonders gute Mahlzeiten anzubieten. Das Schweineschlachten war wohl die größte Attraktion im Dorf. Die Innereien herauszunehmen war oft die Aufgabe vom Onkel Schulz (ein Gutsbesitzer). Er war ein sehr korpulenter Mann, welcher die Situation im Zentrum des Geschehenes zu sein genoß. Er trank zu dieser Gelegenheit gerne. Es wiederholte sich immer dasselbe Spiel. Onkel Schulz stand vor dem hängendem Schwein und schaute herum, als ob er auf etwas wartete. Gerhard fragte: "na wird's nichts, dann müssen wir doch wohl mithelfen.“ Und als der dicke Onkel erst mal ein Schnäpschen bekommen hatte, kam alles auf einmal heraus. Am Tag des Schlachtens sah man nur freundliche Gesichter. Frauen beim Kartoffeln Schälen, Männer beim Wurstfleisch Kneten u.s.w. Es ging den ganzen Tag lustig her. Die Hinterkeulen  wurden eingesalzt und für viele Wochen geräuchert. Die Wurst wurde gleich am anderen Morgen in den hohen Schornstein aufgehängt und musste eine Woche im Rauch hängen. So bereitete man Fleisch und Schmalz fast für ganzes Jahr vor. Inzwischen wurden ja auch noch Hühner, Gänse,  Enten und manchmal ein Kalb geschlachtet.

 

 

Außer Eisenhandel begann Gerhard mit seinen Söhnen auch Holzhandel zu betreiben. Im Jahre 1904 wurde ein Holzhof angelegt. Im Umkreis von circa 20 Werst existierte kein ähnlichen Geschäft und somit hatten sie hiermit ein großen Erfolg. Da zu der damaligen Zeit viel gebaut wurde, versuchte man das gesamten Baumaterial für den Kunden zu besorgen. 

 

Und so war Gerhard  halb Geschäftsmann und halb Bauer. Er verwaltete alles und führte die Bücher. Er hat nicht viel körperlich gearbeitet, saß oft auf dem sogenannten großen "Schafott", wie man es nannte und konnte von dort aus alles beobachten. Oft saßen Kunden bei ihm, dann wieder auch Freunde. Hin und wieder nahmen die "Alten" dann auch ein Schnäpschen, knackten Samen und rauchten.

 

Im dem Tagebuch meines Großvaters Heinrich Dück, welches in sehr schweren Nachkriegszeiten geschrieben wurde:

„26-X-47.  Nachmittag hab ich mir mal einen schönen Mittagsschlaf  erlaubt. Ich erinnerte mich an meinen Vater (Gerhard Dück), der doch immer, so viel ich mich erinnern kann, seinen Mittagsschlaf hat halten können.  Wohl sehr selten ist damals einmal sein Tagesreglement durch irgend etwas gestört worden. Ob wir in unsern alten Tagen je mal werden ähnliche ruhige Tage erleben werden ?“

 

Heiligabend 1899 war ein sehr trauriger Tag für die Familie Dück. Gerhard holte gerade ein amerikanisches Fußharmonium von der Bahn, welches er während seinen Geschäftsreise in Odessa gekauft hatte. Die Kinder freuten sich und packten es aus. Anna saß und hatte Lenchen (Helena), welche krank war, auf dem Schoß . Plötzlich zuckte das Kind und starb.  Sie erstickte aufgrund einer hochgradigen Verengung der oberen Atemwege. Krupp war früher sehr verbreitete und eine todbringende Kinderkrankheit. Die kleine Leiche (kaum 3 Jahre alt) besorgte Mutter selbst. Auf ihrem Grabstein auf dem Kirchhof stand der Spruch eingemeißelt:"ein Englein reichte Dir die Hand und führte Dich ins bessre Land!" 

Am 14. Januar 1906 fand auf dem Dückschen Hof eine große Festlichkeit statt, eine doppelte Hochzeit. 

Die Silberhochzeit von Gerhard und Anna und die "grüne" Hochzeit von dem Sohn Jasch und Tina wurden gefeiert. Ein großer Raum wurde von der Jugend festlich geschmückt. In der Mitte wurde ein eiserner Offen aufgestellt und am Ende des Zimmers stand ein rotes Plüsch Sofa, von wo aus sich dann eine doppelte Reihe Rohrstühle längst des Raumes zog. Auch ein Fußharmonium fand sein Platz da.

 

 

Aus dem Tagebuch meines Großvaters Heinrich Dück„3-V-58.  Ganz unverhofft bekam ich gestern einen Brief von Gerh. J. Derksen aus Canada, unserm Nachbar in Blumenort von ungefähr 1910.  Er ist gegenwärtig schon 80 Jahre alt.   Sehr schön erwähnt er in seinem Brief  von unsern Eltern, er schreibt:  “Und wo ist die schöne Zeit von Blumenort geblieben.  Dein lieber Vater ist ja hunderte mal bei uns im Laden gewesen.  Ich sehe ihn heut noch im Geiste mit seinem Gehstock in der Hand bei uns auf den Hof  kommen mit seinen  zwei  grauen Hunden, die ihn immer begleiteten.  “Собачки” nannte er sie.  Und deine stille, tief  fromme Mutter,  machte auf mich als Jüngling,  wenn sie zum Laden kam, schon damals einen tiefen Eindruck.”

 

Kurz vor der ersten Weltkrieg starb Gerhard, er wurde nur 54 Jahre alt.

 

Aus der Erinnerungen von Jacob Dyck:

„Doch der Herr über Leben und Tod griff in diesem Jahre 1913 noch tiefer in das ganze "Dücksche" Haus und nahm den Hausvater zu sich, welcher nun ja schon Großvater geworden war und große Freude an seinen drei Großkindern hatte. Unser Vater hatte schon eine längere Zeit ein Halsleiden; welches sich so verschlimmerte, dass er in's Ohrloffer Hospital kam und dort von Dr.Pinker (ein deutscher Arzt) operiert wurde; auf dem Wege zum Hospital saß ich neben ihn, hinten im Verdeckfederwagen und merkte, dass er sehr traurig sei. Als wir über'm Geschäftshof kamen, trafen wir uns mit Vaters Hausfreund, wohl dem stärkstem und gesundestem Mann in Dorf. Vater lies die Pferde anhalten, öffnete die Wagentür und reichte Onkel Epp die Hand; jener sagte: "Dück ich wollte Dir nochmal die Hand reichen!" Ohne viele Worte fuhren wir dann los; mit tränenden Augen drehte Vater sich dann zu mir und sagte: Schau mal Jasch, den Mann! und ich muss heute so einen schweren Weg machen. Die Operation fiel gut aus, doch aber Vaters Halsleiden wurde immer schmerzhafter (es mag Krebs gewesen sein) und trotzdem er von unserer frommen Mutter und unseren zwei Schwestern Anna und Mariechen auf's sorgfältigste betreut wurde in unserem Heim, erlag er seiner Krankheit am 29. Oktober 1913, im Alter von 54 Jahre 6 Monate und 18 Tage. In der Nacht vor seinem Sterben versuchte der Satan, so erzählte Vater, ihn von seinem Glauben abzubringen und es war für unseren lieben Papa ein sehr harter Kampf sich durch zu ringen; doch er siegte. Das Begräbnis fand am 3. November statt. Unsere Mutter wurde also Witwe, eine sehr traurige stille Witwe.“

 

Gerhard Dück wurde am Blumenörter Friedhof beigesetzt. Als ich 2013 diese Gegend besuchte konnte man leider die Stelle, wo sich der Friedhof befand, nicht finden.

Nach oben