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Schönwiese und das Siemens Haus

Das Dorf „Schönwiese“ wurde 1797 von 17 Familien auf Regierungsland und auf dem von einem Privatbesitzer gekauften Land auf der "Schönen Wiese" am Fluss "Moskowka" gegründet. Gleich zu Beginn entwickelte sich in Schönwiese, bedingt durch die Nähe der Stadt, die deutsche Mühlenindustrie. In den 1850-60er Jahren stand hier eine ganze Reihe von Mühlen dicht beieinander. Die Bewohner in Schönwiese beschäftigten sich am Anfang auch mit Landwirtschaft und Schafzucht, kamen aber damit nicht voran, weil ihr Acker zu weit entfernt war und Handel und Gewerbe mehr Vorteil brachten. Die geographische Lage von Schönwiese bot für Handel und Industrie mancherlei Vorteile: die Stadt, der schiffbare Dnjepr, die Eisenbahn. Kein Wunder, dass in Schönwiese die größten Mühlen und Maschinenfabriken entstanden, deren Inhaber Mennoniten waren.

 

Seit dem 12.07.1911 ist Schönwiese ein Stadtteil von Alexandrowsk.

(Siemens-Grundstück, s.Karte oben)" Dieses Grundstück gehörte Julius J.Siemens. Er war einst der Bürgermeister von Schönwiese. Er soll auf seinem Grundstück gegenüber der Tavonius Apotheke ein Krankenhaus gebaut haben. Es ist ein ganzer Komplex von Gebäuden, die heute (1997) dem "Kommunar" als Büroräume zur Verfügung stehen." 1

Siemens-Haus, Oktober 2012, fotografiert v. Viktor Petkau.
Heutige Adresse: Komsomolskaja 3
 

Auf seinem Grundstück in Schönwiese gab es drei separate Häuser, zwei davon lagen direkt an der Straße. Das Haus hatte einen sehr interessanten Eingang, der an Häuser in Nordeuropa erinnerte. Das Westfrontgebäude, das ca. 21 mal 12 Meter misste, war wahrscheinlich das Haupthaus. Sehr dekorativ war aus Holz gesägte Fassade des Hauses. Das hintere Gebäude, das 11 mal 22 Meter misste, wurde 1911 gebaut. Zur Straße gab es einen dekorativen Zaun aus Ziegelsteinen. Die Gebäude sind noch heute in Gebrauch. (Übersetzt von Friesen) 

Quelle:

1 "Diese Steine", Adina Reger ,Seite 207